Pressemitteilung zum geplanten Umbau der Schwabacher Straße von ADFC und VCD

In den Fürther Nachrichten vom 02.01.2022 wurde unter der Überschrift „Eine Spur, Tempo 30: Wird Fürths Schwabacher Straße eingedampft?“ der im Juli 2019 vom Fürther Bau- und Werkausschuss gefasste Beschluss kommentiert.

Der damals einstimmig gefasste Beschluss, die Schwabacher Straße umzugestalten, begründete sich dabei nicht ausschließlich aufgrund der Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Vielmehr ist ein Gesamtpaket an Maßnahmen beschlossen worden, die ihrerseits auf Vorbeschlüssen von Stadtrat und Ausschüssen beruhen. Diese Zusammenhänge sind im damaligen Beschluss sehr übersichtlich und in ihrer Abhängigkeit beschrieben. Ausgangspunkt war dabei der Abschluß der Maßnahmen der DB zur Sicherung der Brücke gegen Unfälle (Aufprallschutz) und die Erreichung eines als Endzustand beschriebenen Ausbaus über Zwischenschritte. Zitat zu den Zielen im sogenannten Endzustand aus dem Beschluss von 2019:

  • durchgängige Radwegeverbindung zwischen der Südstadt und der Innenstadt mit dem zentralen Einkaufsbereich und dem neu geschaffenen Wochenmarkt (im Endzustand)
  • höhere Reisegeschwindigkeiten vor allem für die Busse in Fahrtrichtung Bahnhof aufgrund eines eigenen Fahrstreifens (sog. Endzustand)
  • Reduktion der Kapazität für den MIV durch Entfall eines Geradeausfahrstreifens je Haupt-
    richtung
  • Verbesserung des Verkehrsablaufs durch
    • Verringerung der Interaktionen zwischen den Fahrzeugen
    • deutlich geringere Anzahl an Überholvorgängen
    • Entfall von Parken in zweiter Reihe
  • Gewährleistung einer höheren Verkehrssicherheit
  • Verbesserung der Ein- und Ausfahrvorgänge durch regelkonforme Parkplätze und eine Reduzierung der Anzahl der Parkplätze
  • Reduktion der Lärmbelastung

In diesem Zusammenhang sind dabei die neuen Ampelsteuerungsanlagen von zentraler Bedeutung. Diese realisieren neben der Umweltspur zum einen die geforderte Busbeschleunigung zur Einhaltung der Fahrpläne und besonders wichtig: Die gesetzlich geforderte, maximale Anfahrtzeit der Feuerwehr von der neuen Feuerwache bis  nach Fürth-Süd, also die gesamte Südstadt abdeckend.
Zusammen mit einer durchgängigen Tempo 30 – Regelung auf der gesamten Strecke zwischen den Schulen Schwabacher Straße und Kiderlin Schule wird in diesem Bereich  (entsprechend einem Beschluss des Verkehrsausschuss) eine Vergleichmäßigung des Verkehrsflusses erreicht und das sonst auf zweispurigen Straßen beobachtet „Ampelrennen“ unmöglich gemacht. Zudem wird die Verkehrssicherheit für die Schüler:innen erhöht, wie dies auch in Unterschriftenlisten von diesen gefordert wurde.

In das Gesamtkonzept gehört auch die Reduktion von Linksabbiegevorgängen ohne eigene Linksabbiegestreifen, um solche Hindernisse auf der Schwabacher Straße zu eliminieren. Das hat nichts zu tun mit der Dambacher Straße als Fahrradstraße. Weiterhin erwähnenswert ist, dass Ludwigstraße oder Dambacher Straße nicht die Befahrbarkeit für den Radverkehr der Schwabacher Straße ersetzen. Es sind dort hunderte von Adressen von Wohnungen und Geschäften, die selbstverständlich auch mit dem Rad anfahrbar sein müssen. Dies gilt grundsätzlich für alle Straßen einer Stadt - außer Schnellstraßen ohne Adressen und Ziele.

Zudem ist dieser Teil der Schwabacher Straße ein elementarer Mosaikstein in einem Gesamtnetz: der einstimmige Beschluss des Bauausschuss beinhaltet auch die Weiterführung des Radverkehrsnetzes entlang des Sparkassen-Hochhauses in die Maxstraße und von hier in Gegenrichtung die Friedrichstraße bis zur Königstraße, mit Anschluss an die bereits beschlossenen Umbaumaßnahmen in der Königstraße incl. Umbau der Rathauskreuzung und Henry-Dunant-Straße und in der Gegenrichtung die Markierung von Radschutzstreifen in der Schwabacher Straße stadtauswärts ab der Südwesttangente bis zum neuen U-Bahnhof Gebersdorf. Es handelt sich also um einen unverzichtbaren Bauabschnitt in einem Gesamtnetz, daher lautete der Beschluss damals auch „den Zwischenzustand unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten für den Anprallschutz an der EÜ Schwabacher Straße einzurichten und sobald wie möglich den Endzustand herzustellen“.

Das gesamte Maßnahmenpaket im Beschluss von 2019 ist zudem unter dem Gesichtspunkt der Kostenminimierung konzipiert, um gerade teure Baumaßnahmen zu vermeiden (Bordsteine versetzen, kompletter Deckenneubau, Brückenneubau, etc.).  Dabei müssen die ganzen Beschlüsse von Stadtrat und Ausschüssen zur Förderung des Umweltverbundes (Fuß, Rad, ÖPNV), Erhöhung der Verkehrssicherheit, Gewährleistung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und jüngst das Klimaschutzkonzept gar nicht extra erwähnt werden.

Wir, der ADFC und der VCD glauben, dass diese vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmen eine Verbesserung der oben geschilderten Situationen bewirken kann und fordern daher die zeitnahe Umsetzung.

Green Velo – Mit dem Rad im wilden Osten von Polen

Montag, den 14.02.2022, 19:00 Uhr Babylon Es gilt 3 G plus.

Thomas Häfner 

Entlang der östlichen Grenzen von Polen gibt es seit ein paar Jahren einen Fernradweg, weit weg von den bekannten Routen deutscher Reiseradler und doch mittendrin in einer urwüchsigen Region mit einer bewegten Geschichte. Elke und Thomas machten sich auf, um auf 1.600 Kilometern - von der Ostsee bis zu den Waldkarpaten - viel Neues zu entdecken. Dabei machten sie Bekanntschaft mit der polnischen Grenzpolizei, wurden von zwei Engeln gerettet, als der polnische Himmel seine Schleusen öffnete, und haben den Żubr, den europäischen Bison, gesucht und schließlich gefunden. 

Der Radreisevortrag findet im Babylon Kino statt und es gelten die 3 G plus Regeln, d.h. Einlass nur geimpft, genesen oder getestet mit Nachweis - hier gilt das Hausrecht vom Babylon Kino Fürth. Ohne Gewähr

Quer durch Amerika 

Montag, den 14.03.2022, 19:00 Uhr Babylon Es gilt die 3G plus Regel

 

Gerhard Wendler 

Mit dem Frachtschiff über den Atlantik, mit dem Fahrrad zum Pazifik, mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland. Gerhard Wendler war 2017 fast 4 Monate in den USA unterwegs, hat dabei 12 Bundesstaaten besucht. Es wird um einsame Straßen gehen, aber auch beeindruckende Landschaften, schönes und schlechtes Wetter, das Leben auf einem Frachtschiff und immer wieder beeindruckende Begegnungen mit Menschen in unterschiedlichsten Situationen. 

Der Radreisevortrag findet im Babylon Kino statt und es gelten die 3 G plus Regeln, d.h. Einlass nur geimpft, genesen oder getestet mit Nachweis - hier gilt das Hausrecht vom Babylon Kino Fürth. Ohne Gewähr

 

Das neue Winterprogramm ist da!

Das neue Winterprogramm könnt Ihr entweder hier (drauf klicken) oder an verschiedene Stellen in Fürth(Babylon, Ebel Südstadt, Ebel Hardhöhe, Travel& Trek, Zentralrad, Bücher Edelmann, Bücher Jungkunz, Fahrradkiste, Kulturforum, Endurance Shop) und im Landkreis Fürth (Ganghelden, Mlady Stein) finden.

Fürth wird zur fahrradfreundlichen Kommune

Es ist nun tatsächlich so: neben Nürnberg, dem Landkreis Nürnberger Land, dem Landkreis Fürth, Röthenbach an der Pegnitz, Lauf und Stein darf sich nun auch Fürth als fahrradfreundliche Kommune auszeichnen lassen!

Nach dem Antrag im Jahre 2017 und der folgenden Vorbereisung hat sich Fürth 4 Jahre Zeit gegeben, bis es den Schritt zu der Hauptbereisung und der vollständigen Zertifizierung geht. Fürth hat die Zeit genutzt, um eine Reihe von Maßnahmen umzusetzen, die für uns Radfahrer:innen einfach wichtig sind. Der Neubau der Bremenstaller Brücke, die Verbreiterung des Pegnitztalradweges, die Schutzstreifen an der Schwabacher Straße oder die Umgestaltung der Kapellenstr. / Billinganlage / Würzburger Str. sind nur ein paar Punkte, die es hier zu nennen gilt. Gleichzeitig wurde die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt und Dinge wie Lastenradrennen oder auch Stadtradeln eingeführt bzw. intensiviert.

Alles das zahlt darauf ein, dass die Bedeutung des Radverkehrs in der Stadt wächst. Und natürlich gibt es nun einen Grundsatzbeschluss pro Radverkehr, den Modal Split-Anteil des Radverkehrs von derzeit ca. 10% auf 20% im Jahr 2035 zu steigern. Dazu sind natürlich weitere Maßnahmen notwendig, die aber schon teilweise geplant wurden und nur der Umsetzung harren bzw. auf gutem Weg sind durchgeplant zu werden.

Für die tatsächliche Zertifizierung ist es notwendig, eine Präsentation des aktuellen Standes in den Komponenten Infrastruktur, Service, Kommunikation und Zielsetzungen zu machen. Hier wurde von Seiten des Stadtplanungsamtes wirklich sehr umfangreich über die bisher durchgeführten Umsetzungen berichtet. Daran schließt sich dann eine Bereisung an, bei der man entsprechende Infrastrukturen, aber auch Beschilderungen und den Gesamteindruck von der Bewertungskommission, die aus Vertreter:innen der AGFK, des Landesverbandes des ADFC und der staatlichen Baubehörde besteht, beurteilen lässt. Auch hier wurde an verschiedenen Stationen im Stadtgebiet intensiv vom Stadtplanungsamt erläutert, warum hier diese Umsetzungen in dieser Form gemacht wurden und was hier ggf. noch ansteht.

Insgesamt konnte sich die Kommission ein gutes Bild davon machen, wo Fürth aktuell steht und welche weiteren Schritte getan werden. Insbesondere soll mit einem externen Partner ein Radverkehrskonzept entwickelt werden, in das auch die von uns erarbeiteten Überlegungen für ein Vorrangroutensystem („Mapathon“) einfließen. Auch werden verschiedene Maßnahmen angegangen werden, die zu entsprechenden Lückenschlüssen führen. Das schürt die Hoffnung, dass das dann auch eine Erhöhung des Radverkehrsanteils beiträgt – die Einrichtung von Zählstellen wird es ermöglichen, dass dies controlled werden kann.

Übrigens: Die Zahl der zertifizierten Kommunen wird noch weiter wachsen. Bereits durchgeführt wurden Vorbereisungen in Cadolzburg, Roßtal, Zirndorf und Oberasbach.

P.S. Wenn ihr der Meinung seid, dass Fürth noch nicht als fahrradfreundlich bezeichnet werden kann, dann nichts wie los und selber aktiv werden! In unserem offenen Monatstreff diskutieren immer, was Fürth noch tun kann, damit sich noch mehr pro Radverkehr verändert!

Erfolgreiche Gründung einer ADFC-Ortsgruppe Oberasbach

Oberasbacher Ortssprecher Werner Struzyna, Michael Schwarz, Isabella Weber und Walter Miller (von links nach rechts)

Am vergangenen Donnerstag 15.07.2021 fand im Treffpunk Alte Post in Oberasbach die Gründungsveranstaltung der Ortsgruppe Oberasbach des ADFC-Kreisverbandes Fürth statt. Unter den über 30 anwesenden Teilnehmern waren auch Bürgermeisterin Birgit Huber und die Radverkehrsbeauftragte Edith Backer.
Die künftige Ortsgruppe soll vor allem durch ihre lokale Expertise und Erfahrungen die künftige Radverkehrspolitik in der Kommune unterstützen und als kompetenter und engagierter Ansprechpartner für Stadtrat und Verwaltung bezüglich der Verbesserung des Radverkehrs zur Verfügung stehen
Ganz aktuell betrifft dies die Mitarbeit am Projekt der Stadt Oberasbach zur Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern). Vorsitzender der AGFK ist Landrat Matthias Dießl.
Auf der Veranstaltung berichteten die stellvertretende Vorsitzende des ADFC-Landesverbandes Bayern Uschi Freyer-Ziob und der Vorsitzende des ADFC-Kreisverbandes Fürth Olaf Höhne über Ziele, Aufgaben und Struktur des ADFC auf Bundes-, Landes- und Kreisebene.
Aufgrund des großen Interesses konnte direkt anschließend das zukünftige Sprechergremium gewählt werden: Walter Miller, Michael Schwarz, Werner Struzyna und Isabella Weber.
Das Viererteam möchte zügig die Arbeit aufnehmen, um die Bedingungen für den Radverkehr in Oberasbach so zu verbessern, dass ein wesentlich größerer Teil der Alltagsmobilität umweltfreundlich und sicher mit dem Fahrrad/Pedelec erledigt und das eigene Auto stehen gelassen werden kann. Dies betrifft insbesondere die Verbesserung der Verkehrsbedingungen für Pendler und Schüler.
Die Ortsgruppe will sich regelmäßig einmal im Monat treffen, um sich diesbezüglich abzusprechen und Aktionen zu planen. Weitere Mitstreiter sind hierzu herzlich willkommen und können unter ortsgruppe_oas@e-mail.de Kontakt aufnehmen.
Über den ADFC: Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit rund 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Die ADFC KV Fürth setzt sich insbesondere für den weiteren Ausbau des Radverkehrsnetzes, die bessere Verbindung der Fürther Südstadt mit der Innenstadt und eine Verbesserung der Verkehrsverbindung nach Nürnberg, Erlangen und den Landkreis Fürth ein.

Infoladen wieder geöffnet

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Unser Infoladen in der Heroldstraße 2 ist montags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr wieder wie gewohnt geöffnet. Im Moment gilt noch: bitte draußen warten, solange noch ein*e andere*r Besucher*in im Laden ist. Die Kontaktdaten, insbesondere Telefon-Nummern werden „für den Fall der Fälle“ noch erfasst (und nach vier Wochen wieder vernichtet). Im Laden gilt Maskenpflicht.

 

Fahrradklimatest 2020 veröffentlicht - Fürth macht einen Sprung nach vorne und im Landkreis nehmen 5 (!) Gemeinden teil

Immer noch ist viel zu tun, wenn man die Schulnote betrachtet: 3,7 ist etwas besser als ausreichend. Aber der Trend ist gut und motiviert uns, weitere Verbesserungen zu fordern und anzugehen!

ADFC-Fahrradklima-Test zeigt Probleme beim Radverkehr in Fürth auf            

75 Prozent der Radfahrenden wünschen sich breitere Radwege in Fürth. Dies zeigen die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) heute veröffentlicht hat. 59 Prozent der Befragten geben zudem an, dass sie sich als Radfahrende gefährdet fühlen. Von häufigen Konflikten mit Autofahrer*innen und auch Fußgänger*innen berichten 71 Prozent. 65 Prozent sagen, dass es viele Hindernisse auf den Radwegen gibt.

Das Fahren auf den Radwegen ist unsicher
68 Prozent der Befragten geben an, dass man auf Radwegen und insbesondere auf Radfahrstreifen in Fürth nicht sicher fahren kann. 71 Prozent fühlen sich beim Radeln im Mischverkehr mit PKW bedrängt und behindert. 79 Prozent bemängeln fehlende Kontrollen von Falschparkern auf Radwegen.

Mehr als die Hälfte hat Spaß beim Radeln
In Fürth macht Radeln Spaß, sagen 60 Prozent der Radfahrenden. 62 Prozent geben an, dass in Fürth Jung und Alt radeln und 56 Prozent finden, dass viel fürs Radfahren geworben wird. Außerdem sagen 66 Prozent, dass das Stadtzentrum gut zu erreichen ist. Für 60 Prozent ist zügiges Radfahren möglich.

Die Stadt Fürth verbessert sich

Fürth liegt damit bundesweit auf Platz 9 in der Kategorie der Städte über 100.000 Einwohner (2018: Platz 18 von 41 Städten), im Landesvergleich auf dem Platz 3 (2018: Platz 4 von 5 Städten). Gegenüber dem letzten Test im Jahr 2018 hat sich Fürth hier wesentlich verbessert. Im Durchschnitt geben die Fürther*innen die Note 3,76 für die Fahrradfreundlichkeit.

Bedeutung des Radverkehrs während Corona gestiegen
Unter anderem der in Fürth während der Corona-Pandemie errichtete Popup-Radweg, die neue Bremenstaller-Brücke über die Regnitz und die Verbreiterung des Pegnitztalradweges schlagen sich in den Umfrageergebnissen positiv nieder: 52 Prozent der Befragten geben an, dass den Radfahrenden während der Corona-Zeit handfeste Signale für Fahrradfreundlichkeit gegeben wurden. Demgegenüber finden 43 Prozent, dass die kommunale Politik das Thema Radverkehr während der Pandemie nicht öfter thematisiert hat als davor. Gleichzeitig hat die Bedeutung des Fahrrades nach Meinung von 74 Prozent der Befragten während der Pandemie zugenommen.

Fürth ist Corona Sieger
In der diesjährigen Zusatzbefragung „Corona und Radfahren“ sichert sich Fürth mit der Note 3,23 den 1. Platz in der Kategorie 100.000-200.000 Einwohner*innen.

Kontinuierliche Radverkehrsförderung wird honoriert

ADFC-Vorsitzender Olaf Höhne sagt: „Wir freuen uns, dass die Investitionen in die Fahrradinfrastruktur der letzten Jahre positiv aufgenommen wurden und die Stadt Fürth sich bei der Beurteilung dadurch wesentlich verbessert hat. Sowohl die neue Brücke über die Regnitz, die Verbreiterung des Pegnitztalradwegs, aber auch neue Radabstellanlagen wurden hier offenbar positiv bewertet. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch weiterhin viel zu tun gilt: Konflikte mit Fußgängern, mit den KfZ, Radfahrenden ausbremsende Ampelschaltungen und mangelhaftes Baustellenmanagement sind immer noch Minus-Punkte und stehen einer besseren Wertung im Wege. Der Fahrradklima-Test zeigt aber, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung honoriert wird zu einem guten Verkehrsklima beiträgt. Mit Maßnahmen, die wir schon lange Jahre fordern, ließe sich die Situation noch weiter verbessern, beispielsweise durch mehr Falschparker-Kontrollen, mehr Tempo-30-Zonen und Fahrradstraßen, wie sie schon in Planung sind aber leider erst jetzt umgesetzt werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir noch viel Potential haben uns noch weiter zu verbessern.“

Landkreis Fürth im Fahrradklimatest auch stark vertreten

Auch im Landkreis Fürth wurden erstmalig 5 verschiedene Städte und Gemeinden in dem Fahrradklimatest beurteilt. Zirndorf, Oberasbach, Cadolzburg, Stein und Roßtal wurden hier gewertet – mit teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Während Stein (Platz 11 von 101 Orten vergleichbarer Größe in Deutschland) hier positiv heraussticht, liegen Zirndorf (Platz 14 von 49), Cadolzburg (Platz 32 von 101), Roßtal (Platz 39 von 101) immerhin im vorderen Mittelfeld. Einzig Oberasbach (Platz 70 von 101) hat hier offenbar noch Nachholbedarf, was die Fahrradfreundlichkeit anbelangt.
Insgesamt zeigt sich aber, dass die Bemühungen des Landkreises für den Radverkehr, der im Übrigen gerade eine Aktualisierung des Radverkehrskonzeptes durchführt, sehr positiv gewürdigt werden. Im Durchschnitt ergibt sich im Landkreis auch die Schulnote 3,7, wobei diese Noten zwischen 3,4 und 4,0 spreizen.

Hintergrund
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Er wird vom Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand 2020 zum neunten Mal statt und umfasst 27 Fragen. Bei der aktuellen Befragung wurden außerdem 5 Zusatzfragen zur Fahrrad-Situation während der Covid-19-Pandemie in den Städten gestellt. Zwischen September und November 2020 konnten Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Meinung zum Fahrradklima in ihrer Stadt abgeben. 2020 bewerteten 547 Menschen das Fahrradklima in Fürth, deutschlandweit waren es rund 230.000.

Die Ergebnisse für die Stadt Fürth zeigen dennoch Aufholbedarf: 53 Prozent geben an, dass Radfahrer*innen nicht als Verkehrsteilnehmer*innen akzeptiert werden. 52 Prozent der Radler*innen finden, dass die Oberfläche der Radwege in schlechtem Zustand ist.  

Mit einer Gesamtbewertung der Radverkehrssituation von 3,76 belegt Fürth deutschlandweit Platz 9 von 41 in der Kategorie 100.000-200.000 Einwohner*innen. Vergleichbare Städte wie Göttingen (3,27), Erlangen (3,29) und Heidelberg (3,53) schneiden noch besser ab. Fürth konnte sich im Vergleich zu 2018 leicht verbessern. Während Fürth beim letzten Fahrradklima-Test 2018 noch die Note 4 bekam, war die Bewertung dieses Jahr um 0,24 Notenstufen besser.

Bundes- und bayernweit bleibt das Fahrradklima weiterhin unbefriedigend und wird von den Befragten im Durchschnitt mit 3,9 bewertet. In Bayern sind 167 Städte und Gemeinden in die Wertung gekommen, deutlich mehr als im Jahr 2018 (86).

Hier die Ergebnisse des Fahrradklimatests der Städte und Gemeinden im Überblick!

Im obigen Text sind die gesamten Ergebnisse verlinkt. Einfach auf die Städte und Gemeinden gehen!

Gemeinsame Pressemitteilung des Umweltverbundes zum Verkehrsentwicklungsplan

Der Verkehrsentwicklungsplan ist ein derzeit laufendes Projekt, das die verschiedenen Aspekte der Verkehrswentwicklung bestmöglich verbinden soll und Zukunftsperspektiven und Leitlinien festlegen soll. Hier sind viele Vertreter von Wirtschaft, Vereinen, Initiativen und Politik vertreten, um hier eine Abstimmung der verschiedenen Interessen zu gewährleisten. 

Im Herbst wurde vom Wirtschaftsbeirat ein Positionspapier veröffentlicht, das für die Umweltverbände Anlass war, hierzu eine Positionierung zu formulieren. Deshalb haben sie Ende Februar diese Pressemitteilung herausgegeben. 

Hier geht es zu unserer gemeinsamen Presseerklärung.

Und hier ist das Positionspapier des Wirschaftsbeirats.

Unsere Jahreshauptversammlung 2021

Sicher wundern sich unsere Mitglieder, warum sie noch keine Einladung zu der Jahreshauptversammlung erhalten haben.

Ja, im letzten Jahr und auch in diesem Jahr ist alles anders. Corona verhindert so vieles, was uns lieb gewesen ist. Und was wir nun viel mehr schätzen gelernt haben. Sei es der Weihnachtsmarkt oder auch Frühlingsmarkt auf der Fürther Freiheit, der gemütliche Kneipen- oder Kinobesuch. Sport-Veranstaltungen und sogar das einfach nur gemeinsam was unternehmen. Auch wir im ADFC sind ständig am diskutieren: was können wir veranstalten, wo sind die Grenzen dessen, was wir machen können. Wir sind zum Beispiel bei unseren monatlichen Treffen fast komplett auf Online-Treffen umgestiegen. Denn die politische Arbeit geht weiter - wenn das auch im Hintergrund passiert. Aber wichtig genug ist dies ja - gibt es doch auch immer mehr, die das Fahrrad nutzen.

Und wir sehnen uns auch schon wieder auf die Zeit, wo man sich vielleicht mal draußen treffen kan - im gebührenden Abstand - aber eben face to face - sich ins Gesicht sehend!

Wir haben intensiv darüber diskutiert, ob und wie wir die Jahreshauptversammlung durchführen können. Doch als es absehbar, dass ein langfristiger Lockdown sehr wahrscheinlich ist, haben wir entschieden, zunächst abzuwarten. Eine Online-Veranstaltung mit anstehender Vorstandswahl ist logistisch kaum zu stemmen und auch rechtlich höchst problematisch.  Eine Präsenz-Veranstaltung ist nicht planbar, wenn man die Vorgaben zum Zeitpunkt der Einladung ngeicht kennt.

Daher haben wir beschlossen, zunächst abzuwarten und erst am Ende des ersten Halbjahres zu schauen, was machbar ist. So lange ist der "alte" Vorstand im Amt und alle sind bereit, diese Verlängerung auch positiv zu gestalten.Und wir nutzen die Zeit, zum Beispiel einen Mapathon durchzuführen. Hierzu steht in unserem Infobrief bzw. Newsletter monatlich etwas informtives.

Wir hoffen, ihr habt dafür Verständnis. Und wir werden selbstverständlich berichten, wie es mit der Jahreshauptversammlung und mit unserem Tourenprogramm weiter geht. 

Zu den Touren nur so viel: Wir planen derzeit, ab Mai wieder mit unseren Touren starten zu können.

Bis dahin hoffen wir, dass ihr uns gewogen bleibt und uns weiter unterstützt in unseren Bemühungen, Fürth und Fürth Landkreis noch fahrradfreundlicher zu gestalten!

Viele liebe Grüße und bleibt gesund
Olaf Höhne im Namen des gesamten Vorstands
 

P.S. Das sehr nette Video wurde uns von Thomas Häfner zur Verfügung gestellt. Vielleicht macht das Lust, auf eigene Faust unsere schöne Heimat intensiv zu erkunden. Es lohnt sich!

https://vimeo.com/487838625

 

 

 

Film "ADFC- Mobilität wandeln" von Sirius Kestel

von Fürth im Übermorgen

Video über den ADFC Fürth gedreht von Fürth im Übermorgen

 

Radlerwirt Mittelfranken

Der RADLERWIRT steht für Radfahrer-freundliche Gastronomie. Er wurde von der IHK Nürnberg für Mittelfranken gemeinsam mit Gastronomen, dem ADFC Kreisverband Fürth und dem Landratsamt Fürth entwickelt und im September 2019 als Pilotphase gestartet. Zur Radsaison 2020 ist der RADLERWIRT in ganz Mittelfranken verfügbar.

Hier können sich interessierte Wirte und Radler informieren:

https://www.radlerwirt.de/

 



© ADFC Fürth 2022

Die nächsten Touren in Nürnberg und Fürth:

F r ü h l i n g s r e i g e n

Sa, 26.03.2022 11:00 - 17:00
Ort: Nürnberg, im Stadtpark am Neptunbrunnen, 90409 Nürnberg
[mehr]

100 Minuten in Ruhe radeln

So, 27.03.2022 14:00 - 15:40
Ort: Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz, vor dem Cinecittà, 90403 Nürnberg
[mehr]

Kurze, inspirierende Maintour

Sa, 02.04.2022 08:50 - 18:00
Ort: Nürnberg Hauptbahnhof, Südeingang, 90459 Nürnberg
[mehr]

Termine in Fürth und im Landkreis Fürth:

Offener Monatstreff ADFC Fürth

Mi, 02.02.2022 19:00 - 22:00
Dient dem Austausch und der politischen Arbeit für den Radverkehr in Fürth und dem Landkreis Fürth. Während der Corona-Zeit treffen wir uns hier im virtuellen Raum, nämlich in Teams-Online.
Ort: Kaiserstraße 89, 90763 Fürth
[mehr]

Offener Treff der Ortsgruppe Oberasbach

Mi, 09.02.2022 19:00 - 22:00
Treffen der Ortsgruppe Oberasbach. Unser Ziel ist es, den Radverkehr als wesentliches Element einer echten Verkehrswende zu fördern. Jeder ist willkommen, auch ohne ADFC-Mitgliedschaft.
Ort: online-Treffen auf Jitsi-Meet. Link zur Teilnahme bitte bei uns anfragen, 90522 Oberasbach
[mehr]

Green Velo – Mit dem Rad im wilden Osten von Polen

Mo, 14.02.2022 19:00 - 22:00
Entlang der östlichen Grenzen von Polen gibt es seit ein paar Jahren einen Fernradweg, weit weg von den bekannten Routen deutscher Reiseradler und doch mittendrin in einer urwüchsigen Region mit einer
Ort: Nürnberger Straße, 90762 Fürth
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Offener Treff der Ortsgruppe Oberasbach

Mi, 09.03.2022 19:00 - 22:00
Treffen der Ortsgruppe Oberasbach. Unser Ziel ist es, den Radverkehr als wesentliches Element einer echten Verkehrswende zu fördern. Jeder ist willkommen, auch ohne ADFC-Mitgliedschaft.
Ort: online-Treffen auf Jitsi-Meet. Link zur Teilnahme bitte bei uns anfragen, 90522 Oberasbach
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Quer durch Amerika

Mo, 14.03.2022 19:00 - 22:00
Mit dem Frachtschiff über den Atlantik, mit dem Fahrrad zum Pazifik, mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland.
Ort: Nürnberger Straße, 90762 Fürth
[mehr]

Weitere Radtouren und Veranstaltungen finden Sie auf touren-termine.adfc.de – auch von ADFC-Gliederungen im Umkreis, sowie in ganz Deutschland.

Video über den ADFC Fürth gedreht von Fürth im Übermorgen