Fahrradklimatest 2020 veröffentlicht - Fürth macht einen Sprung nach vorne und im Landkreis nehmen 5 (!) Gemeinden teil

Immer noch ist viel zu tun, wenn man die Schulnote betrachtet: 3,7 ist etwas besser als ausreichend. Aber der Trend ist gut und motiviert uns, weitere Verbesserungen zu fordern und anzugehen!

ADFC-Fahrradklima-Test zeigt Probleme beim Radverkehr in Fürth auf            

75 Prozent der Radfahrenden wünschen sich breitere Radwege in Fürth. Dies zeigen die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) heute veröffentlicht hat. 59 Prozent der Befragten geben zudem an, dass sie sich als Radfahrende gefährdet fühlen. Von häufigen Konflikten mit Autofahrer*innen und auch Fußgänger*innen berichten 71 Prozent. 65 Prozent sagen, dass es viele Hindernisse auf den Radwegen gibt.

Das Fahren auf den Radwegen ist unsicher
68 Prozent der Befragten geben an, dass man auf Radwegen und insbesondere auf Radfahrstreifen in Fürth nicht sicher fahren kann. 71 Prozent fühlen sich beim Radeln im Mischverkehr mit PKW bedrängt und behindert. 79 Prozent bemängeln fehlende Kontrollen von Falschparkern auf Radwegen.

Mehr als die Hälfte hat Spaß beim Radeln
In Fürth macht Radeln Spaß, sagen 60 Prozent der Radfahrenden. 62 Prozent geben an, dass in Fürth Jung und Alt radeln und 56 Prozent finden, dass viel fürs Radfahren geworben wird. Außerdem sagen 66 Prozent, dass das Stadtzentrum gut zu erreichen ist. Für 60 Prozent ist zügiges Radfahren möglich.

Die Stadt Fürth verbessert sich

Fürth liegt damit bundesweit auf Platz 9 in der Kategorie der Städte über 100.000 Einwohner (2018: Platz 18 von 41 Städten), im Landesvergleich auf dem Platz 3 (2018: Platz 4 von 5 Städten). Gegenüber dem letzten Test im Jahr 2018 hat sich Fürth hier wesentlich verbessert. Im Durchschnitt geben die Fürther*innen die Note 3,76 für die Fahrradfreundlichkeit.

Bedeutung des Radverkehrs während Corona gestiegen
Unter anderem der in Fürth während der Corona-Pandemie errichtete Popup-Radweg, die neue Bremenstaller-Brücke über die Regnitz und die Verbreiterung des Pegnitztalradweges schlagen sich in den Umfrageergebnissen positiv nieder: 52 Prozent der Befragten geben an, dass den Radfahrenden während der Corona-Zeit handfeste Signale für Fahrradfreundlichkeit gegeben wurden. Demgegenüber finden 43 Prozent, dass die kommunale Politik das Thema Radverkehr während der Pandemie nicht öfter thematisiert hat als davor. Gleichzeitig hat die Bedeutung des Fahrrades nach Meinung von 74 Prozent der Befragten während der Pandemie zugenommen.

Fürth ist Corona Sieger
In der diesjährigen Zusatzbefragung „Corona und Radfahren“ sichert sich Fürth mit der Note 3,23 den 1. Platz in der Kategorie 100.000-200.000 Einwohner*innen.

Kontinuierliche Radverkehrsförderung wird honoriert

ADFC-Vorsitzender Olaf Höhne sagt: „Wir freuen uns, dass die Investitionen in die Fahrradinfrastruktur der letzten Jahre positiv aufgenommen wurden und die Stadt Fürth sich bei der Beurteilung dadurch wesentlich verbessert hat. Sowohl die neue Brücke über die Regnitz, die Verbreiterung des Pegnitztalradwegs, aber auch neue Radabstellanlagen wurden hier offenbar positiv bewertet. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch weiterhin viel zu tun gilt: Konflikte mit Fußgängern, mit den KfZ, Radfahrenden ausbremsende Ampelschaltungen und mangelhaftes Baustellenmanagement sind immer noch Minus-Punkte und stehen einer besseren Wertung im Wege. Der Fahrradklima-Test zeigt aber, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung honoriert wird zu einem guten Verkehrsklima beiträgt. Mit Maßnahmen, die wir schon lange Jahre fordern, ließe sich die Situation noch weiter verbessern, beispielsweise durch mehr Falschparker-Kontrollen, mehr Tempo-30-Zonen und Fahrradstraßen, wie sie schon in Planung sind aber leider erst jetzt umgesetzt werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir noch viel Potential haben uns noch weiter zu verbessern.“

Landkreis Fürth im Fahrradklimatest auch stark vertreten

Auch im Landkreis Fürth wurden erstmalig 5 verschiedene Städte und Gemeinden in dem Fahrradklimatest beurteilt. Zirndorf, Oberasbach, Cadolzburg, Stein und Roßtal wurden hier gewertet – mit teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Während Stein (Platz 11 von 101 Orten vergleichbarer Größe in Deutschland) hier positiv heraussticht, liegen Zirndorf (Platz 14 von 49), Cadolzburg (Platz 32 von 101), Roßtal (Platz 39 von 101) immerhin im vorderen Mittelfeld. Einzig Oberasbach (Platz 70 von 101) hat hier offenbar noch Nachholbedarf, was die Fahrradfreundlichkeit anbelangt.
Insgesamt zeigt sich aber, dass die Bemühungen des Landkreises für den Radverkehr, der im Übrigen gerade eine Aktualisierung des Radverkehrskonzeptes durchführt, sehr positiv gewürdigt werden. Im Durchschnitt ergibt sich im Landkreis auch die Schulnote 3,7, wobei diese Noten zwischen 3,4 und 4,0 spreizen.

Hintergrund
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Er wird vom Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand 2020 zum neunten Mal statt und umfasst 27 Fragen. Bei der aktuellen Befragung wurden außerdem 5 Zusatzfragen zur Fahrrad-Situation während der Covid-19-Pandemie in den Städten gestellt. Zwischen September und November 2020 konnten Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Meinung zum Fahrradklima in ihrer Stadt abgeben. 2020 bewerteten 547 Menschen das Fahrradklima in Fürth, deutschlandweit waren es rund 230.000.

Die Ergebnisse für die Stadt Fürth zeigen dennoch Aufholbedarf: 53 Prozent geben an, dass Radfahrer*innen nicht als Verkehrsteilnehmer*innen akzeptiert werden. 52 Prozent der Radler*innen finden, dass die Oberfläche der Radwege in schlechtem Zustand ist.  

Mit einer Gesamtbewertung der Radverkehrssituation von 3,76 belegt Fürth deutschlandweit Platz 9 von 41 in der Kategorie 100.000-200.000 Einwohner*innen. Vergleichbare Städte wie Göttingen (3,27), Erlangen (3,29) und Heidelberg (3,53) schneiden noch besser ab. Fürth konnte sich im Vergleich zu 2018 leicht verbessern. Während Fürth beim letzten Fahrradklima-Test 2018 noch die Note 4 bekam, war die Bewertung dieses Jahr um 0,24 Notenstufen besser.

Bundes- und bayernweit bleibt das Fahrradklima weiterhin unbefriedigend und wird von den Befragten im Durchschnitt mit 3,9 bewertet. In Bayern sind 167 Städte und Gemeinden in die Wertung gekommen, deutlich mehr als im Jahr 2018 (86).

Hier die Ergebnisse des Fahrradklimatests der Städte und Gemeinden im Überblick!

Im obigen Text sind die gesamten Ergebnisse verlinkt. Einfach auf die Städte und Gemeinden gehen!

Gemeinsame Pressemitteilung des Umweltverbundes zum Verkehrsentwicklungsplan

Der Verkehrsentwicklungsplan ist ein derzeit laufendes Projekt, das die verschiedenen Aspekte der Verkehrswentwicklung bestmöglich verbinden soll und Zukunftsperspektiven und Leitlinien festlegen soll. Hier sind viele Vertreter von Wirtschaft, Vereinen, Initiativen und Politik vertreten, um hier eine Abstimmung der verschiedenen Interessen zu gewährleisten. 

Im Herbst wurde vom Wirtschaftsbeirat ein Positionspapier veröffentlicht, das für die Umweltverbände Anlass war, hierzu eine Positionierung zu formulieren. Deshalb haben sie Ende Februar diese Pressemitteilung herausgegeben. 

Hier geht es zu unserer gemeinsamen Presseerklärung.

Und hier ist das Positionspapier des Wirschaftsbeirats.

Unsere Jahreshauptversammlung 2021

Sicher wundern sich unsere Mitglieder, warum sie noch keine Einladung zu der Jahreshauptversammlung erhalten haben.

Ja, im letzten Jahr und auch in diesem Jahr ist alles anders. Corona verhindert so vieles, was uns lieb gewesen ist. Und was wir nun viel mehr schätzen gelernt haben. Sei es der Weihnachtsmarkt oder auch Frühlingsmarkt auf der Fürther Freiheit, der gemütliche Kneipen- oder Kinobesuch. Sport-Veranstaltungen und sogar das einfach nur gemeinsam was unternehmen. Auch wir im ADFC sind ständig am diskutieren: was können wir veranstalten, wo sind die Grenzen dessen, was wir machen können. Wir sind zum Beispiel bei unseren monatlichen Treffen fast komplett auf Online-Treffen umgestiegen. Denn die politische Arbeit geht weiter - wenn das auch im Hintergrund passiert. Aber wichtig genug ist dies ja - gibt es doch auch immer mehr, die das Fahrrad nutzen.

Und wir sehnen uns auch schon wieder auf die Zeit, wo man sich vielleicht mal draußen treffen kan - im gebührenden Abstand - aber eben face to face - sich ins Gesicht sehend!

Wir haben intensiv darüber diskutiert, ob und wie wir die Jahreshauptversammlung durchführen können. Doch als es absehbar, dass ein langfristiger Lockdown sehr wahrscheinlich ist, haben wir entschieden, zunächst abzuwarten. Eine Online-Veranstaltung mit anstehender Vorstandswahl ist logistisch kaum zu stemmen und auch rechtlich höchst problematisch.  Eine Präsenz-Veranstaltung ist nicht planbar, wenn man die Vorgaben zum Zeitpunkt der Einladung ngeicht kennt.

Daher haben wir beschlossen, zunächst abzuwarten und erst am Ende des ersten Halbjahres zu schauen, was machbar ist. So lange ist der "alte" Vorstand im Amt und alle sind bereit, diese Verlängerung auch positiv zu gestalten.Und wir nutzen die Zeit, zum Beispiel einen Mapathon durchzuführen. Hierzu steht in unserem Infobrief bzw. Newsletter monatlich etwas informtives.

Wir hoffen, ihr habt dafür Verständnis. Und wir werden selbstverständlich berichten, wie es mit der Jahreshauptversammlung und mit unserem Tourenprogramm weiter geht. 

Zu den Touren nur so viel: Wir planen derzeit, ab Mai wieder mit unseren Touren starten zu können.

Bis dahin hoffen wir, dass ihr uns gewogen bleibt und uns weiter unterstützt in unseren Bemühungen, Fürth und Fürth Landkreis noch fahrradfreundlicher zu gestalten!

Viele liebe Grüße und bleibt gesund
Olaf Höhne im Namen des gesamten Vorstands
 

P.S. Das sehr nette Video wurde uns von Thomas Häfner zur Verfügung gestellt. Vielleicht macht das Lust, auf eigene Faust unsere schöne Heimat intensiv zu erkunden. Es lohnt sich!

https://vimeo.com/487838625

 

 

 

Unser Jahresrückblick 2020

Unvollständiger Jahresrückblick 2020

Film "ADFC- Mobilität wandeln" von Sirius Kestel

von Fürth im Übermorgen

Video über den ADFC Fürth gedreht von Fürth im Übermorgen

 

Radlerwirt Mittelfranken

Der RADLERWIRT steht für Radfahrer-freundliche Gastronomie. Er wurde von der IHK Nürnberg für Mittelfranken gemeinsam mit Gastronomen, dem ADFC Kreisverband Fürth und dem Landratsamt Fürth entwickelt und im September 2019 als Pilotphase gestartet. Zur Radsaison 2020 ist der RADLERWIRT in ganz Mittelfranken verfügbar.

Hier können sich interessierte Wirte und Radler informieren:

https://www.radlerwirt.de/

 



© ADFC Fürth 2021

Video über den ADFC Fürth gedreht von Fürth im Übermorgen

Die nächsten Touren in Nürnberg und Fürth:

Von Burganlage zu Burganlage

So, 18.04.2021 09:15 - 17:00
Fällt aus
Ort: Hexenhäusle, Vestnertorgraben, 90403 Nürnberg
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Rennrad Anradeln

So, 02.05.2021 11:00 - 17:00
Ort: Nürnberg, U-Bahn-Station Röthenbach, am Aufzug, 90449 Nürnberg
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Feierabendtour ab Ziegelstein

Mi, 05.05.2021 18:00 - 20:00
Ort: Nürnberg, U-Bahn-Station Ziegelstein, beim Blumen Graf, 90411 Nürnberg
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Termine in Fürth und im Landkreis Fürth:

Mapathon Fürth

Mi, 21.04.2021 19:00 - 21:00
Wir wollen in diesen Terminen ein Ziel-Radverkehrsnetzplan für Fürth erstellen. Der Termin findet Online statt! Bitte hierzu Intessenten bei info@adfc-fuerth.de melden
Ort: Fürther Freiheit, 90762 Fürth
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Weitere Radtouren und Veranstaltungen finden Sie auf touren-termine.adfc.de – auch von ADFC-Gliederungen im Umkreis, sowie in ganz Deutschland.