Soviel Platz ist für Radfahrer in der Friedrichstraße

Deshalb Petition unterzeichnen!!!! Danke!!

ADFC Fürth, BN, VCD und bluepingu fordern coronasichere Fuß- und Radwege in Fürth in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Dr. Jung

 

 

Wir haben eine Petition verfasst - bitte unterzeichnet diese: es geht um die Abtrennung von Straßen für den Radverkehr - sogenannte "Pop-Up-Bike-Lanes" - näheres könnt ihr nach nachlesen unter:

http://chng.it/B27HDwFhwD

Vielen Dank für eure Unterstützung!

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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Jung,

die Coronakrise und die Kontaktbeschränkungen verändern die persönliche Mobilität aller Menschen in Deutschland deutlich. Während der private Autoverkehr stark zurückgegangen ist, sind – auch der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers folgend – immer mehr Menschen auf dem Rad und zu Fuß unterwegs. Dies ist aktuell so, doch wird diese Entwicklung voraussichtlich auch mittelfristig das Mobilitätsverhalten beeinflussen, jedenfalls zumindest so lange, wie eine Ansteckungsgefahr durch den Corona-Virus besteht.

Hauptleidtragender wird demnach der öffentliche Nahverkehr sein, da hier ein hohes Kontaktrisiko besteht und auch das Tragen von Mundschutz sehr unbequem ist und trotzdem ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestehen bleibt.

Daher werden in naher und mittlerer Zukunft individuelle Fortbewegungsmittel präferiert werden. Eine relative Zunahme von Fußverkehr, Radverkehr ist bislang schon zu beobachten (siehe dazu einen Bericht der Infas https://www.infas.de/fileadmin/user_upload/PDF/Tracking-Report_No1_infas-Motiontag_09042020.pdf) und wird sich auch für die weitere Zeit so entwickeln, nämlich dann, wenn nun die Geschäfte wieder öffnen und die Betriebe anfangen im Normalbetrieb zu laufen. Dabei sind sich Experten in allen Ländern einig, dass es gut wäre, wenn möglichst viele Menschen ökologische Verkehrsmittel wie das Fahrrad nutzen oder zu Fuß gehen. Nur so können zum Beispiel Staus des motorisierten Individualverkehrs zumindest eingeschränkt werden, Parkplatzprobleme reduziert werden, Luft- und Lärmverschmutzung minimiert werden.  

Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, die Initiative des ADFC Bayern, die einen offenen Brief an die bayerische Staatsministerin Frau Schreyer gesendet hat, aufmerksam zu lesen und zu prüfen, ob nicht auch in Fürth Maßnahmen ergriffen werden können, dieser außerordentlichen Situation wirksam und mit Augenmaß zu begegnen. Denn eine unentgeltliche Bereitstellung von Parkraum kann für unsere Begriffe nur eine allenfalls temporäre Maßnahme sein, das Wiederanlaufen der Geschäftstätigkeit in der Fürther Innenstadt zu unterstützen. Eine sozialverträgliche ökologische Antwort auf die oben geschilderte Mobilitätsproblematik sieht aus unserer Sicht anders aus.

Durch Unterstützung des Rad- und Fußverkehrs könnte eine wirksame Verbesserung dieser Mobilitätsformen vorangebracht werden. Dazu sollten folgende Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden:

  • Verlegung von Radverkehr auf die Fahrbahn: Wo Radverkehr derzeit über Gehwege geführt wird, kann er ggf. auf die Fahrbahn verlegt werden, damit Platz auf Fußwegen geschaffen wird und damit auch mehr Radfahrer sicher fahren können. Dazu eignen sich sowohl temporäre Radstreifen wie z.B. in Berlin praktizierte Pop Up Bike Lanes.
  • Freigabe von Busspuren für den Radverkehr als Umweltspur: Dort wo heute separate Busspuren existieren, sollten sie auch für den Radverkehr freigegeben werden.
  • Straßen für den Rad- und Fußverkehr öffnen: Die Umwandlung ausgewählter Straßen in Zonen ohne Autoverkehr bzw. mit stark reduziertem motorisierten Verkehr, schafft zusätzlichen Platz und Verkehrssicherheit.
  • Kostenlose Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern im öffentlichen Nahverkehr


Viele dieser Maßnahmen könnten kurzfristig umgesetzt werden und würden gleichzeitig als Pilotversuch dienen, ob durch eine verbesserte Infrastruktur hier zusätzliche Motivation in der Bevölkerung vorhanden ist, auf das Fahrrad umzusteigen.

Mittel- bis langfristig halten wir es natürlich für absolut wichtig, dass auch der öffentliche Nahverkehr entsprechend unterstützt wird, damit diese Corona-Delle, die zweifelsohne kommen wird, möglichst rasch wieder ausgeglichen wird. Maßnahmen hierzu könnten Tarifsysteme darstellen, die die Menschen wieder motivieren, die öffentlichen Nahverkehrssysteme stärker zu benutzen, z.B. durch das sogenannte Wiener 365 Euro-Modell.

Doch wie oben geschildert wird es zunächst einmal darum gehen, die gesamte individuelle Mobilität möglichst reibungslos wieder zu ermöglichen ohne noch weitere wirtschaftliche Einbußen zu produzieren.

Denn tatsächlich ist es wichtig, diese Corona-Krise auch als Chance zu begreifen. Eine Chance, die veränderungsbereiten Menschen dahingehend zu motivieren, hier ökologische Mobilitätsformen in Zukunft stärker zu nutzen. Die vielen Menschen, die derzeit das Rad neu entdecken lässt uns hoffen, dass wir hier auch in Bezug auf Klimaschutz neue Wege gemeinsam beschreiten können.

Daher möchten wir Sie bitten, oben geschilderte Maßnahmen für den Fuß- und Radverkehr wohlwollend zu prüfen und hier entsprechende Aufträge an die Verwaltung zu geben.

Wir würden uns sehr freuen, wenn die Stadt Fürth sich in diesem Punkt engagieren würde. Für einen Austausch zu diesem Thema auch mit konkreteren Ideen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

 

Radlerwirt Mittelfranken

Der RADLERWIRT steht für Radfahrer-freundliche Gastronomie. Er wurde von der IHK Nürnberg für Mittelfranken gemeinsam mit Gastronomen, dem ADFC Kreisverband Fürth und dem Landratsamt Fürth entwickelt und im September 2019 als Pilotphase gestartet. Zur Radsaison 2020 ist der RADLERWIRT in ganz Mittelfranken verfügbar.

Hier können sich interessierte Wirte und Radler informieren:

https://www.radlerwirt.de/

 

Neue Verkehrsregeln und Strafen

voraussichtlich ab März

 

Das ändert sich für Radfahrende:

  • Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden ist ausdrücklich erlaubt! Mit der Novelle der StVO ist die Regelung klar formuliert: Sofern anderer Verkehr nicht behindert wird, darf man auf dem Rad generell zu zweit nebeneinander fahren.
  • Grünpfeil nur für den Radverkehr! Ein spezielles Verkehrszeichen erlaubt das Rechtsabbiegen bei roter Ampel nur für Radfahrende, nach vorherigem Anhalten.
  • Fahrradzonen: Mit dem neuen Verkehrszeichen können nun größere zusammenhängende Bereiche nach den Regeln für Fahrradstraßen eingerichtet werden.
  • Personenbeförderung: Auch Menschen jenseits des Kindesalters dürfen nun auf Fahrrädern mitgenommen werden, die auch zur Personenbeförderung gebaut und eingerichtet sind.
  • Beschilderung von Fahrradstraßen in Tempo-30-Zonen vereinfacht. Wenn eine Fahrradstraße durch eine Tempo 30-Zone verläuft, kommt die Straßenverkehrsbehörde an den Querungsstellen der Fahrradstraße künftig mit weniger Verkehrszeichen aus.
  • Eine weiße Fahrstreifenbegrenzung links und rechts macht Radwege außerorts besser erkennbar.
  • Bußgelderhöhung für das Radfahren auf Gehwegen von aktuell 10 bis 25 Euro auf 55 bis 100 Euro. Zum Schutz von Fußgänger*innen werden die Bußgelder auf das neue Kfz-Niveau angehoben. Der ADFC hält es für richtig, dass Fußgänger*innen stärker vor Radverkehr auf dem Gehweg geschützt werden. Er weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Menschen dann auf Gehwege ausweichen, wenn sie sich mit dem Rad auf der Straße nicht sicher fühlen und/oder gute Radverkehrsinfrastruktur fehlt. Die Verschärfung der Bußgelder macht eine qualitativ hochwertige Radinfrastruktur mit guten, breiten und eigenen Radwegen umso dringlicher, so der ADFC.

Die neuen Verkehrszeichen für den Radverkehr: Fahrradzone, Radschnellweg, Überholverbot von Radfahrenden, Zusatzzeichen Lastenrad (z. B. für Parkflächen), „Haifischzähne“ zur Markierung der Vorfahrt von Radwegen sind demnächst neu im Straßenbild.

ADFC trifft...! Volker Heißmann, Komödiant, Schauspieler, Sänger und Theaterdirektor - und nun auch Mitglied im ADFC KV Fürth!

Volker Heißmann ist der bekannteste Franke der Republik – höchstens Markus Söder erreicht noch ähnliche Bekanntheitswerte. Der vor 50 Jahren in Fürth geborene Komödiant, Schauspieler und Sänger brilliert im Fernsehen und auf der Bühne. Zusammen mit Martin Rassau ist Heißmann als "Waltraud und Mariechen" unverzichtbarer Bestandteil des BR-Quotenkrachers "Fastnacht in Franken". Er moderiert Wohltätigkeitsgalas genauso locker-elegant wie Kreuzfahrtshows. Und er besitzt ein eigenes Theater: die "Comödie Fürth", eines der erfolgreichsten Privattheater Deutschlands mit rund 80 Mitarbeitern! Außerdem sitzt er seit einem Jahr als Vizepräsident in der Führungsetage des Fußball-Zweitligisten Greuther Fürth... Trotzdem - oder deswegen - fährt Volker so oft es geht mit dem Fahrrad. Das spart viel Zeit, macht Spaß und ist ein Stück Lebensqualität, sagt der Künstler.
Sein jüngstes "Engagement": Volker hat den Mitgliedsantrag für den ADFC Bayern unterschrieben! Herzlich willkommen, Volker Heißmann!



© ADFC Fürth 2020

Die nächsten Touren in Nürnberg:

Locker & flockig: Feierabendradeln ab Fürth

Mi, 27.05.2020 18:00 - 20:30
Fällt aus
Ort: Fürth, U-Bahn-Station Stadthalle, am Kulturforum, 90762 Fürth
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Rund um Schwabach (flott)

Do, 28.05.2020 18:00 - 20:30
Fällt aus
Ort: Schwabach, Königsplatz, am Rathaus, 91126 Schwabach
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Rund um Schwabach (locker)

Do, 28.05.2020 18:00 - 20:30
Fällt aus
Ort: Schwabach, Königsplatz, am Pferdebrunnen, 91126 Schwabach
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Termine in Fürth und im Landkreis Fürth:

Critical Mass Fürth

Fr, 19.06.2020 18:00 - 21:00
Critical Mass Fürth - An diesen Freitagen treffen sich immer verschiedenste Bürger, um Rad zu fahren und dabei auf eine Verbesserung der Radinfrastruktur hinzuweisen.
Ort: Kleine Freiheit, Königswarterstraße, 90762 Fürth
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Critical Mass Fürth

Fr, 17.07.2020 18:00 - 21:00
Critical Mass Fürth - An diesen Freitagen treffen sich immer verschiedenste Bürger, um Rad zu fahren und dabei auf eine Verbesserung der Radinfrastruktur hinzuweisen.
Ort: Kleine Freiheit, Königswarterstraße, 90762 Fürth
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Weitere Radtouren und Veranstaltungen finden Sie auf touren-termine.adfc.de – auch von ADFC-Gliederungen im Umkreis, sowie in ganz Deutschland.